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Der Verein Wasserturm
e.V.
Der
gemeinnützige Verein Wasserturm Meerbusch konnte zur Jahreshauptversammlung
einmal mehr in seiner nun zwölfjährigen Geschichte auf ein erfolgreiches
und attraktives Veranstaltungsjahr zurückblicken. Höhepunkte
waren der Auftritt der Gruppe Taiko, die mit ihrem rhythmischen Tentekko-Feuerwerk
nicht zum ersten Mal im Forum trommelte, sondern schon am Taufbecken des
Vereins. Flamenco-Star Rafael Cortes, der geadelt ist durch gemeinsame
Auftritte mit dem Weltklasse-Gitarrenvirtuosen Paco de Lucia, hatte, wie
auch seine Freunde, das in Meerbusch residierende, weithin beliebte Gitarren-Duo
Tierra Negra ein „Heimspiel“.
Die Angebote des Vereins Wasserturm haben, was Inhalte betrifft, mittlerweile
eine respektable Spannbreite. Ein Standbein der Philosophie ist es,
pädagogisch
anspruchsvolle Unterhaltung für Kinder und Heranwachsende zu bieten.
Dazu gehörten 2004 das Meerbuscher Seifenblasen-Theater mit Tischfiguren
und dem musikali-schen Stück „Morgen früh´ um sechs,
kommt die kleine Hex´“ und das Meerbuscher Puppentheater Kuklamu,
das mit dem jugendliterarischen Hit „Momo“ von Michael Ende
bezauberte. Aber auch Freunde der Klassik-Musik kamen nicht zu kurz. Dem
Verein Wasserturm war es gemeinsam mit dem Kulturkreis gelungen, Regina
Albrink, renommierte Pianistin aus Portugal, für ein Konzert zu gewinnen.
Die Dame aus dem Süden soll auch in diesem Jahr für einen Auftritt
engagiert werden. Müßig zu erwäh-nen, dass Theater
und Kabarett, ohne Scheu vor Polarisierung, bei der Programmplanung
ebenfalls
nicht zu kurz kommen.
Weitere Highlights waren die Auftritte des international
bekannten Star-Trompeters, Kornettists und Sängers Rod Mason zusammen
mit seiner Hot Five Jazzband. Sie spielen den Oldtime Jazz im New Orleans
und Chicago Stil. Sein großes Vorbild ist und bleibt Louis Armstrong,
der ihm in einem Brief seine Hochachtung entgegenbrachte, indem er
schrieb: „Keep on blowing that horn“.
Schließlich hat Vorsitzender Uli Wetter den Verein 1993 ins Leben
gerufen, um ein Forum für Nischenkultur zu bieten, gute Kabarettisten
und große Kleinkunst ins kleine Meerbusch zu locken, aber auch Nachwuchskünstlern
Chancen zu bieten. Dabei ist das Engagement von sozialer Motivation getragen,
die den Rahmen reiner Unterhaltung schon mal verlässt. So gab es in
Kooperation mit dem Arbeitsamt Fortbildung für beschäftigungslose
Schauspieler und Bühnenarbeiter und im Februar eine spontan organisierte
Benefiz-Veranstaltung für die Tsunami-Opfer auf Sri Lanka, bei der
Tierra Negra, die Casselly-Sisters sowie „Haase und Butler“ gern
auf ihre Gage verzichtet haben. Ein Kulturschaffen etwas abseits vom
Mainstream funktioniert in Zeiten leerster Kassen nur mit Begeisterung
und Netzwerk:
zu Kulturverein, Buretheater und Kulturamt etwa.
Der Wasserturm e.V. finanziert
sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge
(Einzelpersonen 25 Euro, Paare 35 Euro, Firmen 100 Euro).
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